infoCorner - Dialer

Reisen
Virtuelle Reise auf die Kanarischen Inseln

 

Besucher

 

->Home ->Malware ->Sonstige ->Dialer

Dialer - Unseriöse Dialer verursachen hohe Kosten

Bei Dialern handelt es sich um Einwahlprogramme ins Internet. Wird ein solcher Dialer aus dem Internet heruntergeladen und installiert, dann wählt dieser sich über Modem oder ISDN Karte ins Internet ein. Handelt es sich um einen seriösen, rechtskonformen Dialer, dann geschieht das nur nach ausdrücklicher Bestätigung des Anwenders. Die eventuell bestehende Internetverbindung wird beendet und über die Zugangsnummer des Dialers ersetzt. Die verwendete Zugangsnummer des Dialers bestimmt die Kosten der Internetverbindung.

Über solche Dialer werden die Nutzung von kostenpflichtigen Anwendungen und Inhalten im Web abgewickelt und machen dann auch einen Sinn. Allerdings kommt es immer wieder vor, das unseriöse Firmen über diesen Weg versuchen den Surfern das Geld aus der Taschen zu ziehen, indem die Installation ohne Einverständis erfolgt, dass nicht über die tatsächlichen Kosten informiert wird.

Mittlerweile ist die Rechtsprechung jedoch soweit, dass der Anwender bei einem nicht registrierten Dialer eine guten Schutz geniesst. Ein Dialer muss bei der Bundesnetzagentur registriert sein. Nur wenn er bestimmte gesetzliche Auflagen erfällt, dann wird er anerkannt und registriert. Eine Einwahl darf nur über die Rufnummerngasse 09009 erfolgen. Findet sich ein registrierter Dialer auf dem eigenen Computersystem und verursacht entsprechende Kosten, dann wird es für den Anwender sehr schwer zu beweisen, dass er der Nutzung und den damit verbundenen Kosten nicht ausdrücklich zugestimmt hat.

Während von unseriösen Dialern nur Anwender mit Modem und ISDN Karte betroffen waren, blieben die Benutzer mit DSL Anschlüssen von der Abzocke mit unseriösen Dialern verschont. Leider zeichnet sich in jüngster Zeit eine neue Möglichkeit ab, wie auch diese Anschlüsse in ein Bezahlsystem integriert werden könnnen. Dem sogenannten IP Payment. Dieses wird bisher nur in Österreich angeboten, dort allerdings mit steigenem Erfolg. Beim IP Payment erfolgt die Abrechnung über die IP Adresse, die jeder bei der Verbindungsaufnahme mit dem Internet zugeteilt bekommt.

Besucht nun ein Surfer eine kostenpflichtige Seite im Internet, dann speichert der Provider neben der IP Adresse des Kunden das Datum und die Uhrzeit des Besuchs ab. Die Abrechnung erfolgt dann mit der Internetrechnung. Über diese Methode kann jeder Internetnutzer abgerechnet werden, egal ob über Modem, ISDN, DSL, Satellit, GPRS oder WLAN, da jeder nach Verbindungsaufnahme eine IP Adresse erhält.

Diese neue Art der Bezahlung birgt einige Risiken. Da keinerlei Authentisierung des Surfers stattfindet, können unseriöse Anbieter über Manipulationen von Active-X oder JavaScript die Abrechnung bei Aufruf der Webseite starten. Es gibt zur Zeit keine rechtlichen Vorgaben für das IP Payment. Somit kann man davon ausgehen, dass die Bezahlform in Zukunft auch von unseriösen Anbietern genutzt werden wird. Es ist nicht geklärt, ob die Identifizierung des Nutzers anhand der IP Adresse überhaupt ausreichend ist, um einen Vertragsabschluss nachzuweisen. Auch die Nutzung von WLAN stellt ein Risiko dar, da ungeschützte WLANs dazu führen können, dass Hacker in das WLAN eindringen, und so auf Kosten des ahnungslosen Nutzers kostenpflichtige Inhalte abgerufen werden, die dieser dann über seine, ihm zugewiesenen IP Adresse in Rechnung gestellt bekommt. Auch gibt es z. Zt. noch keine bekannten Schutzmassnahmen, wie man sich gegen ungewollte IP Abrechnungen schützen kann.

Ausführliche Informationen zu Dialern findet man auf den Seiten von

computerbetrug.de

Dort findet man u. a. ausführliche Beschreibungen zu den Grundlagen von Dialern und Mehrwertdiensten, sowie den Dialer Tricks von unseriösen Anbietern.

[Home] [Sicherheit] [Malware] [Blog] [Links] [Impressum]

©Peter Neugebauer 2003-2013

Letze Aktualisierung: 23.12.2012